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Personal/Hintergrund  

Final-Four – erstes Highlight 2023

5000 Zuschauende auch für Schiedsrichter keine Routine

Bayerische Vertretung der Schiedsrichter beim Final Four in Neu-Ulm: Dr. Tobias Wille (links) und Johannes Kühhorn (rechts)

Am vergangenen Wochenende fand in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena das Liebherr Pokal-Finale statt. Zum ersten Mal seit der Pandemie durften wieder Zuschauer dem Spektakel zusehen. Wie immer dabei: Acht Top Schiedsrichter des DTTB. Einer von Ihnen: Dr. Tobias Wille, internationaler Schiedsrichter. Über ihn und das Turnier sprachen wir nach der Veranstaltung.

 

Hallo Tobias, stelle doch erstmal vor wie du zum Tischtennis und Schiedsrichten kamst.

Tobias: Durch Schulfreunde bin ich mit 11 Jahren beim Tischtennis gelandet. Schiedsrichter wurde ich mit 24. Davor war ich lange Zeit in der Jugendarbeit aktiv. Das hat der Jobeinstieg nicht mehr erlaubt. Tischtennis ist ein fairer Sport, zu dem man als Schiri im Ehrenamt sehr gut beitragen kann.

Wie fandest du das Turnier?

T: Es war wirklich ein tolles Turnier und insgesamt mein fünftes Final-Four. Besonders schön war, dass nach zwei Jahren wieder Zuschauende dabei waren. Stimmung, Organisation und die Spiele waren wirklich herausragend.

Du hast die Stimmung angesprochen: Hat man die ausverkaufte Halle gemerkt und wie ist der Vergleich zur TTBL?

T: Am Tisch selbst ist man zu konzentriert und blendet die Kulisse eher aus. In den Pausen bekommt man das dann schon mit. Im Vergleich zur TTBL ist das Umfeld natürlich nochmal professioneller und deutlich größer. Im Ablauf besteht aber kein großer Unterschied.

Viele Sachen hinter den Kulissen bekommt man bei solchen Events nicht mit. Wie lief dein Tag insgesamt ab?

Um 6 Uhr bin ich aufgestanden und nach Neu-Ulm gefahren. Nach der Ankunft um 8:30 Uhr prüft man die Tische, macht sich fertig und bekommt bei der Einsatzbesprechung um 9:30 Hinweise zum Ablauf. Danach Pause, bis um 10:40 der Einmarsch und das Opening stattfand. Das erste Einzel hatte ich frei, beim zweiten und dritten saß ich am Tisch. Anschließend hatten wir 45 Minuten Pause, um etwas zu essen, bevor der Einmarsch für das Finale kam. Dort leitete ich das zweite Spiel mit fünf Sätzen sehr hochklassigem Tischtennis zwischen Boll und Möregårdh. Im vierten Spiel hätte ich als Assistent an den Tisch gehen dürfen. Dazu kam es nach dem 3:0 Sieg von Neu-Ulm nicht mehr. Nach dem Turnier haben wir gemeinsam gegessen und Feedback vom DTTB-Evaluierer bekommen. Gegen 18:30 war ich wieder daheim. Insgesamt ein langer, aber guter Tag.

Hast du Ambitionen für die Zukunft, was das Schiedsen angeht und worauf freust du dich als nächstes?

T: Mittelfristig den Blue Badge. Das würde den Zugang zu noch interessanteren internationalen Einsätzen öffnen. Neu-Ulm spielt aktuell auch in der TTCL, da hoffe ich auf einen Einsatz im Halbfinale oder gar Finale.

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