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Personal/Hintergrund  

Zwei Tischtennis-Begeisterte bringen Bayerns Tischtennis auf die Bildschirme

Jakob Wudi und Ian Ruppert sorgen als „StreamTeam“ ehrenamtlich für Livebilder von Topturnieren – und erreichen damit ein Publikum weit über die Hallen hinaus

Jakob Wudi (links) und Ian Ruppert bilden derzeit das StreamTeam des BTTV (Foto: F. Leidheiser)

Kameras an der Box, Monitore auf dem Tisch, Kabel quer durch die Halle: Bei bayerischen Topturnieren gehört dieses Bild inzwischen dazu. Verantwortlich dafür sind Jakob Wudi und Ian Ruppert vom TTC Parsberg. Die beiden Tischtennis-Begeisterten bilden das neu gegründete „StreamTeam“ des BTTV und bringen bayerische Topturniere live auf YouTube – ehrenamtlich, mit viel technischem Know-how und großem Einsatz.

Mit Liveübertragungen von bayerischen Topturnieren baut der Verband seine Öffentlichkeitsarbeit weiter aus. In den kommenden Jahren sind pro Saison fünf Livestream-Events geplant: die Bayerischen Meisterschaften der Damen und Herren, der Jugend sowie der Senioren und zwei weitere Topturniere aus dem Nachwuchsbereich. Ziel ist es, Tischtennis noch unmittelbarer erlebbar zu machen – auch für diejenigen, die nicht vor Ort sein können oder bislang wenig Berührungspunkte mit dem bayerischen Tischtennis haben.

Wie gut das funktioniert, zeigen die bisherigen Zahlen: Die Livestreams auf dem YouTube-Kanal des BTTV erreichten bei bislang drei Turnieren zusammen mehr als 50.000 Aufrufe. Übertragen wurden die Bayerischen Seniorenmeisterschaften 2026 in Salzweg, das Top 10 der Jugend 19 in Bad Königshofen sowie zuletzt das Bayerische Top 14 der Jugend 19 und 13 in Arnstorf.

Anfänge im Verein

Wie kam es zu diesem Engagement? „Wir haben bei uns im Verein mit dem Livestreaming angefangen, unter anderem beim Deutschlandpokal der Senioren. Michael Hellwig, Verbandsfachwart Seniorensport im BTTV, hat uns dann angesprochen. So hat sich das Ganze weiterentwickelt“, berichtet Jakob Wudi.

Gemeinsam mit seinem Vereinskollegen Ian kümmert er sich ehrenamtlich um die Übertragungen. Beide engagieren sich darüber hinaus auch in ihrem Verein und im Bezirk. Das alles neben ihren sonstigen Verpflichtungen: Wudi arbeitet hauptberuflich als Rechenzentrumsadministrator in einem Konzern, Ruppert steht kurz vor dem Abitur.

„Es macht einfach Spaß, sich mit der Technik auseinanderzusetzen und die Sportart in Szene zu setzen“, erklärt Wudi. Dabei tüfteln die beiden regelmäßig daran, ihre Übertragungen weiter zu verbessern. Denn auch wenn Livestreaming heute vergleichsweise einfach umzusetzen ist, braucht es für eine gute Qualität die passende Ausstattung und technisches Know-how.

Viel Arbeit, lange Turniertage

Hinter den Übertragungen steckt deutlich mehr Arbeit, als auf den ersten Blick zu erkennen ist. Auch an ellenlangen Turniertagen sitzen die beiden vor ihren Monitoren, behalten den Stream im Blick, kontrollieren die Ergebnisse und achten darauf, dass technisch alles reibungslos läuft. Gleichzeitig stehen sie im Austausch mit Veranstaltern und Teilnehmenden und beantworten Fragen, die während der Übertragungen aufkommen. Wenn unerwartete technische Probleme auftreten, sind schnelle Lösungen gefragt.

Die beiden Technik- und Computerbegeisterten arbeiten kontinuierlich daran, die Qualität ihrer Übertragungen zu steigern. Einen großen Teil der technischen Ausstattung – von Kameras und Mikrofonen bis hin zu Rechnern und Monitoren – hat Jakob Wudi privat angeschafft und nach und nach erweitert. Darüber hinaus hat er eine GmbH gegründet, über die er die Ausrüstung auch an andere verleiht.

Der BTTV freut sich auf die nächsten Einsätze seines „StreamTeams“. Am 5. und 6. Dezember stehen die Bayerischen Meisterschaften der Jugend 19, 15 und 13 in Dachau auf dem Programm. Dann sorgen Jakob Wudi und Ian Ruppert erneut dafür, dass bayerisches Tischtennis auch über die Hallengrenzen hinaus zu erleben ist.

Zu den bisherigen Livestreams auf dem BTTV-YouTube-Kanal

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