Mit dem Leapmotor Pokal Grand Opening startet am Wochenende die neue Pokalsaison. Am 29. und 30. August treffen in der Kia Metropol Arena in Nürnberg alle zwölf Mannschaften der Tischtennis Bundesliga (TTBL) sowie vier Qualifikanten aus der Pokalvorrunde aufeinander. In zwölf Partien werden die vier Teilnehmer des Liebherr Pokal Final4 2027 in Ulm ermittelt.
Am Samstag stehen die Achtelfinals auf dem Programm. Gespielt wird in zwei Sessions ab 11 und 15 Uhr parallel an vier Tischen. Die acht Sieger bestreiten am Sonntag ebenfalls ab 11 und 15 Uhr an jeweils zwei Tischen die Viertelfinals. Für die Zuschauer bietet das neue Format damit die Gelegenheit, sämtliche TTBL-Clubs und zahlreiche Topstars an einem Ort zu erleben.
Erwartet werden unter anderem Fan Zhendong und Dang Qiu von Borussia Düsseldorf, Hugo Calderano und Patrick Franziska vom Titelverteidiger 1. FC Saarbrücken TT, Dimitrij Ovtcharov vom TTC Neu-Ulm, Shunsuke Togami von Borussia Düsseldorf sowie Benedikt Duda vom TTC Schwalbe Bergneustadt.
Boykott der meisten Zweit- und Drittligisten
Das neue Format stößt allerdings nicht überall auf Zustimmung. Elf der 16 für die Pokalvorrunde qualifizierten Zweit- und Drittligisten verzichteten auf einen Start. Zu den boykottierenden Vereinen gehören mit dem TTC Fortuna Passau, dem TSV Windsbach und dem TV Hilpoltstein sämtliche bayerischen Zweitligisten sowie Drittligist SpVgg Effeltrich.
Die Clubs kritisieren vor allem den Wegfall möglicher Pokal-Heimspiele gegen TTBL-Mannschaften. Damit entfallen Einnahmen und die Gelegenheit, die Spitzenspieler der TTBL vor eigenem Publikum zu präsentieren. Nur fünf Zweit- und Drittligisten nahmen an der Vorrunde teil. Von den ursprünglich vier vorgesehenen Gruppen musste deshalb lediglich in einer der Gruppensieger tatsächlich ausgespielt werden: Der ASC Grünwettersbach II setzte sich mit 3:1 gegen den 1. FC Saarbrücken-TT II durch, die drei übrigen Teilnehmer qualifizierten sich kampflos. DTTB, TTBL und die beteiligten Vereine wollen das neue Format nach seiner Premiere gemeinsam auswerten.
Bad Königshofen hofft auf Unterstützung aus Franken
Aus bayerischer Sicht richtet sich der sportliche Blick daher ausschließlich auf den TSV Bad Königshofen. Mit dem Rückenwind des ersten Ligaerfolgs am Mittwoch in Mühlhausen treffen die Unterfranken am Samstag um 15 Uhr auf den TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg. Rund 100 Kilometer trennen Nürnberg von Bad Königshofen, weshalb der einzige bayerische TTBL-Club auf zahlreiche Fans aus der Heimat hofft.
Bei einem Achtelfinalerfolg würde Bad Königshofen am Sonntag um 11 Uhr auf den Sieger der Partie zwischen Borussia Dortmund und dem TTC Zugbrücke Grenzau treffen. Der Gewinner dieses Viertelfinals löst das Ticket für das Liebherr Pokal Final4.
Das Pokal Grand Opening im Überblick
Samstag, 29. August – Achtelfinals
11 Uhr: Borussia Düsseldorf – TTF Liebherr Ochsenhausen; SV Union Velbert – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell; ASC Grünwettersbach II – SV Union Velbert II; SV Werder Bremen – TTC Schwalbe Bergneustadt
15 Uhr: TTC immoXone Bietigheim-Bissingen – 1. FC Saarbrücken TT; ASC Grünwettersbach – Post SV Mühlhausen; TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg – TSV Bad Königshofen; Borussia Dortmund – TTC Zugbrücke Grenzau
Sonntag, 30. August – Viertelfinals
11 Uhr: Sieger Bietigheim/Saarbrücken – Sieger Grünwettersbach/Mühlhausen; Sieger Bad Homburg/Bad Königshofen – Sieger Dortmund/Grenzau
15 Uhr: Sieger Düsseldorf/Ochsenhausen – Sieger Velbert/Fulda; Sieger Grünwettersbach II/Velbert II – Sieger Bremen/Bergneustadt
Tickets für einzelne Tage und das gesamte Wochenende sind im offiziellen TTBL-Ticketshop sowie an der Tageskasse erhältlich. Alle Begegnungen werden live bei Dyn übertragen.
