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Olympisches Editorial: Eine Ehre für uns alle

Danke für Eure Arbeit und Alles Gute für 2012 !

Nach Pfister (1996 am Tisch) und Schuster (2002 stellv. OSR) nun mit dem dritten Fachgebiet der Schiedsrichter bei Olympia: Der BTTV mit Torsten Küneth (2012 Schlägerkontrolle). Hinzu kommen Joachim Car und Nico Keiser bei der WM in Dortmund.

Liebe Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter,
liebe Leserinnen und Leser,

mancher wird die Information des DTTB bereits gelesen oder davon gehört haben: Zum dritten Mal in ihrer Geschichte darf die Bayerische Schiedsrichtervereinigung jemanden aus ihren Reihen zu den Olympischen Spielen entsenden.

Wenn nun, nach Dr. Peter Pfister (Obb., Atlanta 1996) und Karlheinz Schuster (Mfr., Sydney 2000) der Autor dieser Zeilen selbst der Dritte ist und uns in London 2012 vertreten darf, so wird die Sache natürlich knifflig: Man ist nun einmal Beisitzer für die Öffentlichkeitsarbeit. Wie über das Thema berichten, ohne ein unangemessenes Eigenlob daraus zu machen ? Gibt es etwas, was über die persönliche Ehrung hinausgeht, etwas das der Mitteilung an die gesamte Schiedsrichterschaft wert ist ?

Ich denke, da gibt es sogar einiges.

Zum einen gilt, so finde ich, die Nominierung nicht nur der betreffenden Person. Sie ist zugleich die höchste Ehre, die einem gesamten Sportverband und seinem gesamten Schiedsrichterteam zuteil werden kann. Umso mehr, als mit Joachim Car und Nico Keiser zwei weitere SR des BTTV für die Team-WM in Dortmund nominiert sind. Dies können sich nun im Jahr 2012 der Bayerische Tischtennis-Verband und alle seine SR anrechnen. Wir alle sind Teil der fundiertesten SR-Ausbildung, die es gibt, nämlich derjenigen des DTTB. Die Qualität der deutschen Schiedsrichter steht weltweit an der Spitze. Nirgendwo sonst wird so ernsthaft dafür gearbeitet, als Dienstleister der Spieler und des Sports aufzutreten und fachkundig für Fairplay und geordnete Spielabläufe zu sorgen. Dies gilt erst recht für Bayern, wo der deutschlandweiten Mindeststufe des VSR noch eine vierte Stufe mit dem BSR vorgeschaltet wird und Punktspiele bis zur sechsten Liga mit Oberschiedsrichtern besetzt werden. Dieses Ausbildungs- und Einsatzspektrum ist groß und bisweilen anstrengend. Aber der Erfolg gibt ihm Recht !

Man mag nun sagen, dass Olympia und WM nur den sogenannten "Spitzenschiedsrichtern" zufallen - aber das ist nur die halbe Wahrheit. Die Oberschiedsrichter der Verbandandsturniere und Bundesligaspiele wären restlos aufgeschmissen ohne ihre VSR- und BSR-Kollegen, die die Aufgaben als SR am Tisch übernehmen. Eine Schiedsrichtervereinigung funktioniert nur als Ganzes, und viele bayerische Schiedsrichter setzen sich dafür ein, dass sie dies in unserem Verband auch tut. Die hochrangigen Einsätze bayerischer Vertreter fallen auf sie alle zurück.

Zum anderen kann uns die große Ehre der drei angesprochenen Nominierungen für den BTTV auch zugleich große Motivation sein: Sie zeigt, zu welchen herausragenden Erlebnissen ehrenamtliche Tätigkeit führen kann. Wir alle dienen dem Sport in unserer Freizeit. Nicht immer wird dies so gewürdigt, dass es einem etwas zurück gibt. Es gilt am Tisch Konfliktentscheidungen zu treffen, nicht selten "menschelt" es dann auch noch in Funktionärskreisen. Umso deutlicher meine Ansage: Es ist nicht nutzlos, sich als Schiedsrichter, Übungsleiter oder Vereinsvorstand die Stunden in der Halle oder im Gespräch um die Ohren zu schlagen. Es ist nicht nur ein unersetzlicher Dienst für den Sport und damit die Gesellschaft - es kann einem auch persönlich viel bringen, vielleicht mehr, als man sich einmal hat träumen lassen.

In diesem Sinne möchte ich -auch im Namen des gesamten Fachbereichs Schiedsrichterwesen- allen SR-Kolleginnen und -kollegen einmal mehr für ihre Einsatzbereitschaft danken und ihnen wünschen, dass sie diese im neuen Jahr mit demselben Engagement fortführen und viel Positives damit verbinden können. Euch allen Alles Gute für 2012 !

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