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Mannschaftssport Erwachsene  

Daniel Rinderer will beim TTC Fortuna Passau den nächsten Schritt machen

Klassenerhalt ist das Ziel/Beim Relegationskrimi am ganzen Körper gezittert

Neuzugang beim TTC Fortuna Passau: Daniel Rinderer. Foto: Roland Ritter

Für sein Saisonheft hat der Herren-Zweitligist TTC Fortuna Passau Neuzugang Daniel Rinderer interviewt, der im Sommer vom FC Bayern München dorthin gewechselt ist. 

Regionales Top-Talent möchte sich in Passau weiterentwickeln

Mit dem Ruhmannsfeldener Daniel Rinderer schlägt im Zweitliga-Team des TTC Fortuna Passau zukünftig ein waschechter Niederbayer an Brett Vier auf. Die Verantwortlichen sind sehr stolz auf die Verpflichtung des 20-jährigen Bayerwaldlers. Nach der verkorksten abgelaufenen Saison setzt der TTC auf eine Blutauffrischung mit einem der größten regionalen Tischtennistalente der letzten Jahrzehnte.

Hallo Daniel, endlich hat es geklappt mit dem Wechsel zu uns. Ich darf dich im Namen des TTC recht herzlich in der Dreiflüssestadt begrüßen. Welche Erwartungen hast du an das neu zusammengestellte Team und wie sehen deine persönlichen Ziele aus?
Ich hoffe auf ein schnelles und unkompliziertes Zusammenfinden der Spieler, damit auch jeder für den anderen und für den ganzen Verein kämpfen kann. Insgesamt wünsche ich mir natürlich, dass wir die Klasse halten. Meine persönlichen Ziele sind, sich schnellstmöglich an das neue Umfeld zu gewöhnen und mich im Verlauf der Saison spielerisch weiterzuentwickeln.

Wir schrammten in der letzten Saison nur haarscharf am Abstieg aus der 2. Bundesliga vorbei. 21 Jahre Zweitliga-Tischtennis wären damit jäh beendet gewesen. Du warst ja beim Relegations-Krimi gegen den DJK SB Stuttgart live vor Ort und hast kräftig mitgezittert. Wie hast du das Spiel erlebt?
Ich war von Anfang an sehr angespannt und konnte mich kaum normal hinsetzen, um das Spiel anzuschauen. Aber was dann im letzten Einzel mit mir passiert ist, habe ich so noch nicht erlebt, da mein kompletter Körper von oben bis unten gezittert hat und ich nicht mal mehr richtig auf den Spielort blicken konnte. Glücklicherweise hat Johnny (Anm. d. Red:  John Oyebode) aber seine Nerven behalten und Passau in der Liga gehalten.

Wie schätzt du heuer die Spielstärke in der 2. Bundesliga ein und welche Mannschaften erwartest du ganz oben?
Ich muss zugeben, dass ich noch nie in der 2. Liga gespielt habe und somit nicht viel zum Niveau sagen kann. Rein von den Namen hat sich aber, denke ich, die Spielstärke nicht stark verändert. Wer dieses Jahr das Rennen oben machen wird, ist schwierig zu sagen, da mehrere Mannschaften sehr gut aufgestellt sind. So erwarte ich auf jeden Fall Bad Homburg, Köln, Jülich, Dortmund und Leiselheim, falls diese mit kompletter Mannschaft antreten, ganz oben.

Für dich persönlich gesprochen: Was sind in deiner noch jungen Karriere die bedeutendsten Einzelerfolge beziehungweise bittersten Niederlagen?
Mein größter Erfolg ist ganz klar der Gewinn der Team-Bronzemedaille bei der Jugend-WM im vergangenen Jahr. Ansonsten bin ich noch auf meine drei Jugend-EM-Medaillen stolz, die ich im Team, Doppel und Mixed erreichen konnte. An eine Niederlage kann ich mich leider besonders gut erinnern, da diese den ganzen Turnierverlauf auf den Kopf gestellt hat. Bei der Jugend-EM im vergangenen Jahr haben wir im Team gegen Frankreich in der Gruppe gespielt. Ich bin bei einem Stand von 2:2 in die Box und hatte in diesem Spiel nach 2:0-Satzführung sogar zwei Matchbälle, verlor aber noch mit 2:3. Somit wurden wir "nur" Zweiter in der Gruppe und mussten gegen die späteren Sieger aus Polen schon im Viertelfinale ran. Ansonsten hätten wir als Gruppenerster natürlich eine leichtere Auslosung gehabt und hätten es höchstwahrscheinlich bis in das Finale geschafft. 

Verrate uns doch bitte, was für dich die Faszination des Tischtennissports ausmacht und wie und wann du überhaupt zu unserem geliebten Sport gekommen bist.
An unserem Sport faszinieren mich mehrere Sachen: Unter anderem Reaktionsschnelligkeit, taktisches Verständnis und das hohe erforderliche Maß an Konzentrationsfähigkeit. Meine Eltern haben mich, als ich sechs Jahre alt war, zum Tischtennis gebracht, da beide selber aktive Spieler waren und damit schon sehr viele Stunden in ihrem Leben in der Halle verbracht haben.

Lieber Daniel, im Namen des Vereins wünsche ich Dir viel Erfolg und eine verletzungsfreie Debütsaison beim TTC Fortuna Passau!

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