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Mannschaftssport Erwachsene  

Spannungsgeladenes Derby, spannungsarmer Gipfel

1. Damen-Bundesliga: Erneutes Remis zwischen Schwabhausen und Kolbermoor/ Berlin beklagt allzu leichtes Spiel gegen Kolbermoor

Schwabhausens Mercedesz Nagyvaradi präsentierte sich gegen Kolbermoor in überragender Verfassung. Foto: Marco Steinbrenner

Das Bayernderby zwischen Kolbermoor und Schwabhausen ist in dieser Saison d e r Garant für Spannung und knappe Spielausgänge in der 1. Damen-Bundesliga. Nach Kolbermoors zwischenzeitlichem 3:2-Zittersieg im Pokal-Halbfinale endete das Rückspiel in der Liga genau wie das Hinspiel: 4:4 Unentschieden. Tags zuvor hatte Kolbermoor die Tabellenführung nach einer deutlichen 1:7-Niederlage im direkten Vergleich an den ttc berlin eastside abgeben müssen.

Was Kolbermoor bedauert, macht Schwabhausen happy 

Die Reaktionen auf die erneute Punkteteilung im weißblauen Duell hätten unterschiedlicher kaum ausfallen können: Was man im Kolbermoorer Lager in erster Linie als Rückschlag im Kampf um die direkte Qualifikation für die Halbfinals der Sechser-Playoffs bedauerte d.h. einen der beiden ersten Plätze im Abschlusstableau der Hauptrunde, wurde von Schwabhausen als Positiv-Überraschung gefeiert. Ohne ihre weiterhin verletzte Nummer 1 Sabine Winter hatten sich die Gastgeberinnen im Vorfeld nicht viel ausgerechnet. Doch vor allem die an Position zwei hochgerückten Ungarin Mercedesz Nagyvaradi erwischte einen Sahnetag. Mit ihren unerwarteten Siegen über Kristin Lang (3:1) und Yuan Wan (3:0) besorgte sie die halbe Miete. Auch Paarkreuzkollegin Mateja Jeger machte einen tollen Job: Die Kroatin verlor zwar den „Einser“-Vergleich gegen Lang in drei Sätzen, hatte sich zuvor aber in gleicher Höhe gegen Wan Yuan behauptet. „Hinten“ war Kolbermoors Svetlana Ganina eine Klasse für sich: Weder Defensiv-Kollegin Alina Nikitchanka noch Orsolya Feher konnten "Sveta" einen Satzverlust beibringen. Während Nikitchanka auch gegen Anastasia Bondareva auf verlorenem Posten stand, holte Feher im letzten Gefecht gegen Kolbermoors 18-jährige Nummer vier in fünf Sätzen den vierten Punkt zum gefühlten Sieg ihres Teams. 

"Dann sollen sie uns halt gleich Playoffs spielen lassen und gut ist`s“

Unterdessen waren in Frankfurt am Main, wo der ttc berlin eastside seine Heimspiele gegen Kolbermoor (7:1) und Langstadt (8:0) austrug, die Pressestatemens von Berlins Manager Andreas Hain das spannendste am so deklarierten Gigantentreffen. Gegenüber tischtennis.de ließ sich der streitbare Tischtennis-„Macher“, seines Zeichens auch Präsident des Hessischen Tischtennis-Verbandes, ein paar spitze Seitenhiebe gegen die Konkurrenz nicht nehmen: „Wir stehen jetzt in der Tabelle dort, wo wir hingehören. Ärgerlich ist es aber, dass die Spiele nicht spannend waren, weil unsere Gegner nicht komplett angetreten sind. Es sollte ein Gigantentreffen werden – und das war es dadurch nicht. In neun Jahren hat noch nie eine Mannschaft auswärts gegen uns komplett gespielt. Ist ja ok, dann sollen sie uns halt gleich Playoffs spielen lassen und gut ist`s.“ Während bei Berlin neben Shan Xiaona, Nina Mittelham und Britt Eerland erstmals auch der von Kolbermoor gekommene Winter-Neuzugang Ding Yaping im Aufgebot stand, fehlte bei Kolbermoor nicht nur Teilzeit-Nummer eins Fu Yu, sondern im Vergleich zum Bayernderby auch Svetlana Ganina. An Stelle des russischen Abwehrroutiniers bekam Youngster Laura Tiefenbrunner einen weiteren Einsatz. Den Ehrentreffer markierte Kristin Lang mit 3:1 gegen Nina Mittelham.  

In der Tabelle liegt Kolbermoor (14:8) inzwischen deutlich hinter Berlin (16:4) auf Rang zwei. Knapp dahinter folgen in schiefer Tabelle der TSV Langstadt (10:8)  und der TSV Schwabhausen (10:10). 

Zu Tabelle, Spielplan und Ergebnissenn der 1. Damen-Bundesliga auf mytischtennis.de 

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