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Frage 36 vom 03.01.2013: Ist lautes Aufstampfen beim Aufschlag erlaubt ?

Frage: Ich hätte gerne gewusst, wie ist die aktuelle Auslegung zum lauten Stampfen beim Aufschlag, respektive während des Spiels aussieht. Ich habe in den verfügbaren ITTF/DTTB/BTTV - Ausführungen dazu leider nichts konkretes gefunden. Ich spiele in der Kreisliga und dort haben wir immer wieder Kandidaten, die durch obskure Rituale Ihre Gegner verunsichern und im Normalfall keinen Schiedsrichter, der dazu eine verbindliche Aussage treffen kann oder die Sportkameraden einbremst. Vor allem die Jungs, die mit SBE spielen sind da immer wieder die Leitragenden. Kann man diese Spieler mit den Hinweis auf den Regelabschnitt 5.2.1 ("...Unsitten und Verhaltensformen unterlassen... ") bitten das zu unterlassen? (Von: Hans S., Spieler)

Antwort von Nico Keiser: Das Aufstampfen an sich, sei es beim Aufschlag oder sei es während des Ballwechsels beim Schlagen des Balles, ist regeltechnisch nicht zu beanstanden und damit erlaubt. Ein entsprechendes Verbot existierte früher im Regelwerk tatsächlich, wurde aber mit der Einführung der zwingend schwarz/roten Beläge abgeschafft, da die Beläge nicht länger am Schlaggeräusch unterschieden werden mussten. Voraussetzung ist aber, dass die Aktion zum normalen Spielablauf gehört und nicht gegen den Gegner gerichtet ist. Andernfalls kann der Schiedsrichter am Tisch, der in den unteren Spielklassen von beiden Mannschaften zu stellen ist (WO G 24) und alle Rechte und Pflichten eines geprüften Schiedsrichters besitzt, auf Grundlage von ITTR B 5.2.1 eingreifen. Zumindest soweit Ihre Mannschaft am fraglichen Tisch mit dem Zählen des Spieles an der Reihe ist, haben Sie also durchaus eine direkte Einflussmöglichkeit. Auf das förmliche Zeigen einer Gelben Karte (die ja kaum jemand mit sich führt) kommt es dabei übrigens nicht an. Diese - ebenso wie die ihr folgende Gelb-Rote Karte - kann natürlich auch mündlich ausgesprochen werden.