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Wieder 7 neue Verbandsschiedsrichter

Bayerns neue VSR, umrahmt vom Lehrteam

Bayerns höchste SR-Lizenz in 2tägiger Prüfung vergeben

Alle Jahre wieder: Im Rahmen der Bayerischen Meisterschaften fand auch 2014 die turnusmäßige Prüfung zum Verbandsschiedsrichter des BTTV statt. Sieben Kandidatinnen und Kandidaten haben sie bestanden - und wir geben hier eins zu eins den gelungenen Erlebnisbericht eines der erfolgreichen Teilnehmer wieder. Manuela Jendert (OBB), Dominik Bichler (OBB), Reiner Elmers (OBB),  Fabian Lindenmayer (SCHW), Joachim Paul (UFR), Florian Wäsch (UFR), Klaus Ziegler (OBB) sind unsere neuen Träger von Bayerns höchster Schiedsrichterlizenz. Wir danken ihnen für ihr Engagement und wünschen ihnen viele spannende Einsätze bis hinauf in die Bundesliga!

" Am Vorabend der Bayerischen A-Meisterschaften, am Freitag, den 17.01.2014, trafen die acht Verbandsschiedsrichterkandidaten im Hotel am Europaplatz in Königsbrunn ein.

Nach der Teilnahme an einer VSR-Fortbildung und einem Coaching als Schiedsrichter am Tisch erfolgte hier der dritte Teil der Ausbildung. Der erste Teil des Vorbereitungsabends wurde von VFW SR-Lehrwesen Nico Keiser und Schiedsrichterlehrwartin Kerstin Lindner geleitet. Die Klärung aller organisatorischen Fragen und die Vertiefung der Regelkenntnisse standen hier im Vordergrund. Im zweiten Teil war Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen in geselliger Runde gegeben.

Nach einer mehr oder weniger langen Nacht und erholsamem Schlaf war der Samstag eine Herausforderung für alle an der Prüfung beteiligten Personen. Mit dem schriftlichen Prüfungsteil am Vormittag, dem praktischen Teil während der Einsätze als Schiedsrichter am Tisch bei den bayerischen Meisterschaften und der mündlichen Prüfung stand für alle Beteiligten ein Mammutprogramm bevor. Zum Auftakt galt es 50 Multiple-Choice-Regelfragen in 40 Minuten zu beantworten. Dieser Aufgabe fieberten die VSR-Kandidaten leicht nervös entgegen. "Spieler A macht Aufschlag auf Spieler B...", "Unter welchen Bedingungen darf der Schläger in der Satzpause vom Tisch entfernt werden", "Muss der Oberschiedsrichter bei einem Ranglistenturnier auf Bezirksebene die Turnierleitung auf einen Regelverstoß hinweisen, wenn...", "Muss beim Spielstand von 10:9 im fünften Satz nach 10 Minuten die Wechselmethode eingeführt werden?" Diese und ähnliche Fragestellungen mussten beantwortet und zwischen den verschiedenen Antwortmöglichkeiten abgewogen werden. Dabei rauchten die Köpfe und Stifte der Kandidaten gewaltig.

Nachdem diese Aufgabe absolviert war, begannen die Einsätze als Schiedsrichter am Tisch, stets unter genauer Beobachtung durch das Lehrteam. Doch bei spannenden Begegnungen und hochklassigem Tischtennis vergaß man hier zeitweise vollkommen, dass man sich in einer Prüfungssituation befand. Bei der abschließenden Befragung wurde man sich dieser Tatsache aber wieder sehr bewusst. In dieser kurzweiligen, aber dennoch fordernden Prüfung stellten die fünf Lehrwarte nochmals das Wissen um die internationalen Tischtennisregeln, die Wettspiel- und Ligaspielordnungen auf den Prüfstand. Allerdings musste man sich dem Lehrteam nicht alleine, sondern stets als Zweierprüfungsgruppe stellen. Dann folgten weitere Einsätze am Tisch und das Warten auf die Ergebnisbekanntgabe. Erneut eine lange Zeit, die für manchen Teilnehmer anstrengender war als die Prüfungsphasen selbst. Noch bevor der erste Titel der Bayerischen Meisterschaften entschieden war, stand fest, dass sieben Kandidaten die Prüfungen bestanden und somit die Lizenzstufe des Verbandsschiedsrichters erreicht haben.

Dieses erfolgreiche Abschneiden wurde nach Ende des 1. Turniertages in großer Runde aus neuen Verbandsschiedsrichtern, alten Hasen unter den VSR, dem Lehrteam, sowie dem VSRO bei gutem Essen und Trinken gefeiert. Dabei wurde aber natürlich nicht außer Acht gelassen, dass auch am Finaltag nochmals ein konzentrierter Blick und ein wacher Geist gefordert waren. Denn die meisten frisch geprüften VSR ließen sich die Gelegenheit natürlich nicht entgehen, auch hier nochmals im Dienste des TT-Sports ihrer Leidenschaft zu frönen und den Spielen hautnah und in erster Reihe nicht nur beizuwohnen, sondern auch an ihnen teilzuhaben.

Als persönliche Bilanz möchte ich anfügen, dass mich diese Weiterbildung dem TT-Sport und der Begeisterung für diesen Sport wieder ein Stück weiter verbunden hat. Man wurde geprüft, be- aber niemals verurteilt, gefördert und gefordert, hatte einige Belastungen zu ertragen, aber es mangelte auch nicht an Entlastung, Ausgleich und Zeit für Geselligkeit. Wenn somit jemand überlegt, diesen Schritt zu gehen, so kann ich nur dazu raten!

Dominik Bichler, SV Niederbergkirchen (OBB) "

erstellt am 02.02.2014